NS-Psychiatrie in der Pfalz
Gedenkstätte und Ausstellung
NS-Psychiatrie in Klingenmünster: Auch die Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster war an verbrecherischen Maßnahmen der NS-Psychiatrie beteiligt. Am 10.9.1939 wurde nach einem abgestimmten Plan zur „Freimachung der grenznahen roten Zone“ die Heil- und Pflegeanstalt in Klingenmünster geräumt und ihre Patientinnen und Patienten sowie das gesamte Ärzte- und Pflegepersonal in andere bayerische Anstalten verlegt. Untersuchungen belegen, dass mindestens 223 Patientinnen und Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster aus den bayerischen Heil- und Pflegeanstalten in „Reichsanstalten“ überführt und dort ermordet wurden. Etwa 1700 weitere Patienten starben in Klingenmünster durch gezielten Nahrungsentzug, unterlassene Hilfe und vermutlich auch durch Überdosierung von Medikamenten. Zudem war die Anstalt aktiv in die NS-Erbgesundheitspolitik und die Durchführung von Zwangssterilisationen in der Pfalz eingebunden. Heute erinnert die Ausstellung „NS-Psychiatrie in der Pfalz“ und die „Pfälzische Gedenkstätte für die Opfer der NS-Psychiatrie“ an die Zeit des Nationalsozialismus in der Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster.
Öffnungszeiten
mittwochs von 14:30 Uhr bis 16:00 Uhr, kostenlos
Sonderöffnungszeiten
Führungen
nach Absprache, kostenlos
Telefon
06349 900-1861
Link zum Museum
Anschrift
NS-Psychiatrie in der PfalzPfalzklinikum Klingenmünster, Dokumentationszentrum (Alleehaus, Geb. 43)
Kaiser-Karl-Ring 20
76889 Klingenmünster
https://www.pfalzklinikum.de/standorte/klingenmuenster/