MuSeele e.V.

Museum für Psychiatriegeschichte

Das Museum MuSeele ist alles außer gewöhnlich. Mit künstlerischer Inspiration werden die Themen der Seelen- und Nervenheilkunde in Szene gesetzt. Die Seele wird als umfassendes Konzept verstanden, welches weit über das Pathologische hinausweist. Wir kooperieren mit vielen ähnlichen europäischen Institutionen, um im kollegialen Wettstreit und schließlich miteinander die Anliegen der Seelenwelten voranzubringen. Mit unseren Bemühungen wollen wir emotional berühren, manchmal auch irritieren; Gewissheiten sind selten. Dabei sind wir integriert im psychiatrischen Gesundheitswesen, hier konkret im Klinikum Christophsbad mit mehr als 175 Jahren Geschichte. Wir hoffen auf eine humane und soziale Psychiatrie und haben keine Berührungsängste mit der sogenannten Antipsychiatrie. Wir sind: die Mitglieder des Vereins MuSeele e.V., Betroffene, Klinikmitarbeiter, an dem Thema grundsätzlich Interessierte. Wir sind alle außer gewöhnlich.

Im MuSeele DANEBEN in einem großen benachbarten Raum finden Sonderausstellungen statt, Filme und Vorträge zum Verweilen und Diskutieren.

 

Museum

Die Psychiatrie ist für viele Menschen unheimlich. Dazu trägt die sehr wechselhafte und zum Teil tragische Geschichte bei.

Das Museum und die Sonderausstellungen zeigen historische und gegenwärtige Themen der Psychiatrie sowie auch in Teilen der Neurologie. Sie helfen Vorurteile und Hemmschwellen abzubauen.

Ein informatives und manchmal provokatives Museumskonzept fordert die Besucher auf, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Die Präsentation ist multimedial und interaktiv.

 

Seele

Auch für die Menschen unserer Zeit hat der Begriff „Seele“ eine Bedeutung.

Der Mensch lässt sich nicht auf seine Hirnfunktionen reduzieren.

Die Psychiatrie bewegt sich in einem Spannungsfeld von Biochemie, Philosophie, Spiritualität und Pädagogik, einem aufgeklärten Menschenbild, differenzierter Diagnostik und vielfältigen Therapieformen.

Sie setzt an beim Leiden und subjektiven Empfinden wie Angst, Wahn, Zwang, Scham, Sucht und Depression. Sie möchte dem seelisch Kranken helfen, mit sich selbst und mit den an ihn gestellten Ansprüchen umzugehen.

 

Geschichte

Für das Verständnis des Individuums sowie für die Beurteilung einer Institution ist die Betrachtung der Vergangenheit wesentlich.

Im 18. Jahrhundert wurden seelisch Kranke aus Kerkern und Verliesen befreit.

Im deutschen Nationalsozialismus wurden viele Tausend psychisch Kranke ermordet und zwangssterilisiert

In den 1970er Jahren beschreibt eine Enquête des Bundestages die Lage der Psychiatrie in der BRD als menschenunwürdig.

Dem gegenüber stehen wissenschaftliche Erkenntnisse, Sigmund Freud und die Psychoanalyse, medikamentöse Hilfen, eine sozialpsychiatrische Bewegung und eine positiv veränderte Einstellung der Gesellschaft.

Das Christophsbad selbst ist seit mehr als 175 Jahren Ort dieser Geschichte.

 

Geschichten

Neben Diagnosen, Therapiemethoden, Krankheitsbildern gilt der Blick vor allem den leidenden und den helfenden Menschen.

Dem Besucher begegnen besondere Persönlichkeiten als Psychiatriebetroffene oder als therapeutisch Tätige. Anekdoten bergen liebenswürdige, humorvolle, beschämende und nachdenklich machende Botschaften.

Es sind diese authentischen Biografien, Darstellungen und Krankengeschichten, die Psychiatriegeschichte lebendig und anschaulich werden lassen.

 

Öffnungszeiten

mittwochs 16:00 – 18:00 Uhr
sonntags 14:00 – 16:00 Uhr
Eintritt 2 €

 

Führungen

nach Absprache bis 20 Personen einmalig 40€ zusätzlich zum Eintrittspreis 2 €

museele

Link zum Museum

www.museele.de

Anschrift

MuSeele e.V.
Museum für Psychiatriegeschichte im Klinikum Christophsbad
Faurndauer Straße 6-28
73035 Göppingen

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